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Projekte 2018

Beschreibung der eingereichten Hegeprojekte 2018

Für den Hegepreis 2018 von JagdSchweiz haben 8 Jagdorganisationen ihre Hegeprojekte eingereicht. Die Eingaben zeigen erneut das grosse Spektrum der Hegetätigkeit der Jägerschaft. Auf dieser Seite finden Sie die Beschreibung der einzelnen Projekte.

Vom 20. Juni bis zum 31. Juli können Sie sich an der Auswahl jenes Projektes beteiligen, welches mit dem Publikumspreis ausgezeichnet werden soll.

 

1.CIC Young Opinion

Ziel des Projektes: Ziel des Kindertages war es, den Kindern auf spielerische Art und Weise den Wald und ihre Bewohner (Wild) näherzubringen und das Bewusstsein für die Natur, Jagd und Ökologie zu schaffen.

Der Kindertag wird jährlich durchgeführt und findet 2018 wieder in Kriens statt. Eine etwaige Ausweitung auf andere Standorte wird in Betracht gezogen. Die Teilnehmerzahl schwankt derzeit zwischen 15 bis 30 Kindern. Die Anmeldungen sind stark wetterabhängig.

2. Jägerverein Oberengadin

Ziel des Projektes: Bestehende Kreuzotterpopulation durch geeignete Massnahmen während der Bauphase schützen und umsiedeln. Nach Vollendung des Dammbaus mit verschiedenen Massnahmen den Lebensraum fördern und einzelne Schlangen am neuen Ort wieder ansie-deln.

Begleitung des Konzeptes zum Schutze der Kreuzottern im Gebiet des neu zu erstellenden RhB Dammes zwischen Bever und Samedan. Unsere Arbeit umfasste das Erstellen eines 400m langen Plastikfolienzaunes und den Unterhalt des geeigneten Lebensraumen für Repti-lien während der Bauphase. Zudem helfen wir beim Einfangen und umsiedeln der Kreuzottern. Nach Fertigstellung des neu erstellten Dammes brechen wir den Schlangenzaun wieder ab. Mit verschiedenen Massnahmen werden wir den Lebensraum für verschiedene Kleintiere am neuen Damm fördern.

3. Jagdverein Luthern

Ziel des Projektes: Zusammen mit den Schülern wollen wir Jäger, durch gezielte Massnahmen junge Wildtiere vor dem Mähtod schützen. Ebenfalls sollen die produzierenden Landwirte durch die Jäger und Schüler auf dieses Thema sensibilisiert werden. Schüler sollen auch in Zukunft selbständig solche Wild-Scheuchen basteln und aufstellen können, wenn sie von der bevorste-henden Mahd Kenntnis haben. Die Schüler lernen Massnahmen, um die verschiedenen Le-bensräume sowie die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und zu erhalten.

Zusammenarbeit der drei obengenannten Organisationen (Jäger, Bauern, Schule) zur Minimie-rung des Mähtodes bei jungen Wildtieren. Projekt das den gemeinsamen Auftritt über Genera-tionen und Bevölkerungsschichten fördert. Pilotprojekt mit Dokumentation für andere, die sich gegen den Mähtod einsetzen.

4. Jägervereinigung Mendrisiotto

Ziel des Projektes: Rückgewinnung neuer Lichtungen für die Artenvielfalt auf dem Poncione di Arzo. Rückgewinnung von Grasfläche und Strukturierung der Waldränder.

Ziel des Projektes: Schutz der Artenvielfalt. Aufwertung und Rückgewinnung der Lebens räu-me für die Bewahrung der vorrangigen Tierarten, wie dem Hasen und der Schnepfe, aber nicht nur für diese. Das Projekt, das derzeit realisiert wird, bietet nicht nur gezielte Eingriffe aus Jagdinteresse an. Vielmehr möchte man durch einfache Arbeiten, wie die Rückgewinnung von Lichtungen, die erneute Umwandlung von ursprünglich halb offenen Flächen, die Schaffung von lichtdurchfluteten Wäldern und die Aufwertung der Übergangsbereiche zwischen Wäldern und offenen Räumen gleichzeitig andere Tier- und Pflanzenarten mit ähnlichen ökologischen Notwendigkeiten begünstigen.

5. Jägersektion Raschil (BKPJV), Domleschg

Ziel des Projektes: «utschè chantadur Tumleastga» (Singvögel Domleschg - aktiver Singvo-gelschutz mit gleichzeitiger Öffentlichkeitsarbeit für Hege und Jagd.

Seit 43 Jahren betreiben wir im Lebensraum Domleschg aktiven Vogelschutz, initiiert von He-geobmann Alexander Gredig. Vor 20 Jahren haben wir die Arbeit vom Talboden ins Gebiet, des touristisch geprägten Bergdorfes Feldis, ausgeweitet. Dies mit dem Ziel, hier verstärkt Öf-fentlichkeitsarbeit zu leisten. Seit 2003 präsentieren wir unsere Arbeit an einer Nisthilfen-Schauwand. Es werden verschiedene Typen Nisthilfen vorgestellt: Höhlenbrüter mit Flach- und Giebeldach, Nischenbrüter geschlossen, Nischenbrüter halboffen, Baumläuferdrei-eckkasten, Baumläuferviereckkasten, Mauersegler-Nistkästen, Nisthilfe Wiedehopf, Niströhre Steinkauz. Diese Arbeit ergänzten wir vor 5 Jahren, mit einem Frühlings-Exkursionsangebot «Birkhahnbalz auf der Feldiser Alp». Mit dieser Exkursion wurden wir im Projekt «Enjoy Wildlife Watching» von Schweiz Tourismus aufgenommen. Mit unserem Marktstand «Fell und Vogel» am Feldiser Herbstmarkt gelingt uns schliesslich, die Verbindung von Hege & Jagd, indem wir einerseits Nisthilfen inkl. Infoblatt zum Kauf anbieten, aber auch geliderte Felle aus Bündner Jagd an unserem Stand präsentieren.

6. Jägersektion Scuol

Ziel des Projektes: Koordinierte Hegemassnahmen in der Kulturlandschaft der Gemeinde Scuol.

Durch Koordination und Zusammenarbeit wird eine grössere Effizienz in der Umsetzung er-reicht. Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro Terra Engiadina werden Kontakte über die Jägerschaft hinaus zu den Einwohnern und den Gästen sowie den Naturschutzorganisatio-nen geschaffen. Die Tätigkeiten werden einer breiten Öffentlichkeit kommuniziert. Es findet in Bevölkerung eine Sensibilisierung für die Nachhaltige Entwicklung im Sinne des Biosphärenre-servats statt.

Das Unterengadin hat eine der artenreichsten Kulturlandschaften im Alpenraum. In der fusio-nierten Gemeinde Scuol beginnen die 5 Jägersektionen gemeinsam, die Kulturlandschaft zu pflegen. Die Stiftung Pro Terra Engiadina koordiniert die einzelnen Arbeiten und bettet diese in einen grösseren Rahmen ein. Im Vordergrund stehen Heckenpflege, der Unterhalt von Tro-ckenmauern, die Pflege von Trockenstandorten und das Offenhalten von Waldlichtungen. Ein Projekt zur Rehkitzrettung kommt nach einer Testphase zur Umsetzung und soll in den nächs-ten Jahren auf die ganze Gemeinde ausgeweitet werden. Dabei werden Kontakte zu Natur-schutzorganisationen und zur nichtjagenden Bevölkerung aufgebaut. Durch die Einbettung der Arbeiten lassen sich diese auch einem grösseren Publikum kommunizieren. Dabei werden die lokale Gästeinformation und die FB-Seite des BKPJV regelmässig genutzt. Grössere Anlässe werden über Medienmitteilungen breit gestreut.

7. Jagdverein Lu Tsamo (Gams)

Ziel des Projekts: Natur und Tierwelt während der Sommermonate näherbringen, verständlich machen und die Wertschätzung für diese fördern, um das Verantwortungsbewusstsein und die Sensibilität der Nutzer von Mutter Natur während der Winterperiode herauszubilden und zu för-dern. Zielgruppen: Touristen, Einwohner des Kantons und Schüler.

Die Beobachtungsstation ist während der Sommermonate bereits in Betrieb. Die Kommunika-tion der Beobachtungsstation mit den Tourismusbüros der Region und den Schulen wurde be-reits umgesetzt. Gegenwärtig haben wir unser Projekt «Observ'Faune» (Beobachtung der Tierwelt) durch die Schaffung eines Teichs vorangetrieben, um die Beobachtungen des Rot-wilds und die Rückkehr der Amphibien zu fördern. Unser zukünftiger Teich ist das Resultat ei-ner Zusammenarbeit mit den Schulen in der Region. Wir wollen die Schüler mit einbeziehen, um sie für die Bedürfnisse jedes Ökosystem zu sensibilisieren. Die Erziehung der Kinder durch ihre Einbeziehung in die Realisierung des Projekts gehört zu unseren Prioritäten. Ebenso wurde für die Lehrer der Region ein Dokument in Form eines Schulprojekts ausgearbeitet.

Um Papier für unseren Planeten zu sparen, haben die Bewerber Ihre Unterlagen auf Ihrer Webseite veröffentlicht. Sie finden das Projekte unter folgender Website www.lutsamo.ch

8. Jagdgesellschaft Bernhardzell

Ziel des Projektes: Den Waldweiher als Lebensraum und Vermehrungsstätte für Amphibien wie Grasfrosch, Bergmolch und Erdkröte sowie für Libellen und andere Kleintiere zu erhalten. Die Umgebung des Weihers soll mit forstlichen Massnahmen teilweise wieder besonnt sein. Der Schilfbewuchs wird teilweise zugelassen und soll als störungsarmer Rückzugsort für Wild-tiere dienen. Im angrenzenden Feuchtgebiet sollen standorttypische Hochstauden als Nektar- und Pollenspender angepflanzt und gefördert werden.

In den siebziger Jahren wurde im Grütterwasen (750m ü. M) durch den damaligen Revierförs-ter ein Waldweiher angelegt. Die Wasserfläche beträgt ca. 200 m2 und die offene, feuchte Umgebung ist ca. 600 m2 gross. Umsäumt ist das Feuchtgebiet mit Wald. Die naturgegebene Waldgesellschaft ist der Waldhirsen-Buchenwald. Im Jahre 1996 wurde der Weiher letztmals, bereits damals mit Unterstützung der Jagdgesellschaft Bernhardzell ausgebaggert. Das Schilf um den Weiher wurde einmal jährlich durch den Forstdienst geschnitten und das Material auf Haufen geschichtet. Eine markante Salweide steht als besonderer Biotopbaum am Ufer. Das Areal ist seit der Erstellung mit einem Drahtzaun aus Diagonalgeflecht umsäumt. Angrenzend an das Areal ist eine Feuerstelle angelegt. Eigentümerin des Waldes sind die Ortsbürger St. Gallen.

JagdSchweiz wird unterstützt von: